Pressestimmen
Altwerden ist schön
Artikel in der SZ vom 18.03.2010! Hier klicken für das .pdf!
Etwas völlig Neues
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Erster Saitensprung in die Lechstadt
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Saitensprung-Review:
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F.A.M.E. präsentierte Anna Katharina in München:
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F.A.M.E. zeigte "Saitensprung" von Anna Katharina auf der Bühne:
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Interview in "Junge Kultur" im Oktober 2009:
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Interview in "Negative" im Oktober 2009:
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Musikwoche vom 13.10.2009:
Mit ihrem zweiten Soloalbum ist der Schandmaul-Geigerin ein rares Kunststück gelungen, nämlich Stilelemente aus Klassik, Jazz, Zigeunermusik, mittelalterlichen Weisen und Rock unprätentiös und höchst individuell zusammenzuführen. Auf ihrem ersten Album "Neuland" hatte Anna Katharina, die auf eine lange Ausbildung an renommierten Klassikhochschulen zurückblicken kann, bevor sie mit der Band Schandmaul auch Rock-Blut leckte, noch vorsichtig ihre Fühler ausgestreckt und dabei in der Tat "Neuland" betreten. Dieses Mal ist sie einen entscheidenden Schritt weiter gegangen, so dass man den Eindruck hat, nun ist sie in diesem neuen Territorium wirklich zuhause angekommen. Denn in den elf Stücken verbindet sie so meisterhaft, organisch und unverkrampft die verschiedenen Stile zu etwas Neuem und Persönlichem, dass man glauben möchte, es hätte diese Art von Musik schon immer gegeben. Dabei steckt hinter der CD ein enormer kreativer Anspruch und eine hohe musikalische Kompetenz. Denn die junge Musikerin hat neben Eigenkompositionen auch bekannte Themen wie Griegs "In der Halle des Bergkönigs" oder Bachs "Partita E-Dur" neu und höchst eigenständig interpretiert. Dabei standen Anna Katharina, die neben der Geige auch Bratsche und Drehleier bedient sowie ab und an auch singt, der Bassist Michael Ende und der Schlagzeuger Specki T.D., beide von der Formation Letzte Instanz, zur Seite. In der scheinbar kargen Triobesetzung entwickeln die drei ein herrliches Miteinander, das aber allen Beteiligten zugleich auch Raum für solistische Höhenflüge lässt. Neben Anna Katharina gebührt dabei vor allem dem Bassisten ein Extralob, der mit einem an Jonas Hellborg erinnernden Akkordspiel immer wieder Akzente setzt.
Einen nicht geringen Teil an diesem in jeder Hinsicht geglückten Album (zu dem auch die attraktiven Fotos der Künstlerin im Booklet zählen) dürfte der Produzent Günther Gebauer gehabt haben. Der erfahrene Musiker, auf den Helene Fischer in ihrer Live-Band zurückgreift und der sich mit seiner Bass-Arbeit auf dem "Captain Future"-Soundtrack in die Pop-Annalen eingeschrieben hat, steuert auf Anna Katharina CDs etwas Gitarre und Keyboards bei; zudem zeichnet er für das Programming und die Arrangements verantwortlich. Dabei hat er einen sehr natürlichen, warmen Sound geschaffen - ideal für die künstlerischen Exkurse von Anna Katharina, die mit diesem Album einen frühen Meilenstein in ihrer noch jungen Karriere gesetzt hat.
Dietmar Schwenger
Ankündigung in der "TZ" vom 08.10.09:

Jasmin Froghy vom 07.10.09:
Jetzt wo die Tage wieder kürzer werden, die Dämmerung allgegenwärtig ihre melancholischen Schleier webt, entführt Anna Katharina Kränzlein ihr Publikum erneut auf eine virtuose Weltreise und entreißt mit der melodischen Macht ihrer Geige jeglicher Tristesse. Zu aufregend sind die musikalischen Ziele, die uns die charismatische Künstlerin, die seit 1998 bei Schandmaul musiziert, kredenzt: Ob in lebhaft wilde Gefilde ("Captain Islay"), geheimnisvoll orientalische Sphären - mit dem betörend exotischem "Nimbu Pani" - oder der ganz eigenen Interpretation von Sarasates "Zigeunerweisen", der sie mit modern frischen - aber bis ins letzte Detail eingespielter Perfektion - neues Leben einhaucht. Auch bewegt sich Anna souverän in der exzentrischen Welt der Filmmusik und präsentiert mit "Geschüttelt - nicht gerührt" eine Komposition, die James Bond sofort schwach werden lassen würde. Zutiefst berührende Emotionalität, magisch mystische Momente und dieser lockend verführerische Hauch Sinnlichkeit, schließen das überragende Zweitwerk der hübschen Geigerin mit "Close Your Eyes" und Leonard Cohens "Hallelujah" bezaubernd ab. Selten wurde virtuose Vollkommenheit attraktiver verkörpert!
Sonic Seducer vom 02.10.09:

Prisma vom 02.10.09:

Artikel aus dem Pfaffenhofener Kurier vom 20.07.09:

17.02.2009 Süddeutsche Zeitung
(...) zusammen mit ihrer Band spielte sie an diesem Abend vor rund 300 Zuhörern in Puchheim - dem Ort an dem alles begann.
(...) grandios unterstützt von Schlagzeuger Specki T.D. und Bassist Michael Ende (...)
Die Reaktionen des Publikums (...) waren am Samstag sehr positiv; wie der musikalische Stilmix überhaupt auf offene Ohren und viel Applaus stieß.
(...) so Kränzlein, die außer an der Geige auch an der Drehleier und mit einer Kostprobe ihrer gesanglichen Fertigkeiten zu überzeugen wusste.
05.02.2009 Bonner Rundschau
Emotionen geweckt
Bekannt geworden ist die Geigerin Anna Katharina vor allem durch ihre Band "Schandmaul". Jetzt hat Anna Katharina Kränzlein ein neues Projekt in Angriff genommen. "Neuland" heißt es und der Titel ist Programm zugleich, denn sie will neue musikalische Wege beschreiten. Wie das aussieht, stellte die 28 - jährige jetzt mit ihren Begleitmusikern Michael Ende (Bass) und Specki T.D. (Schlagzeug/Percussion) dem Bonner Publikum in der Endenicher Harmonie eindrucksvoll vor. Anna Katharinas Sound ist filigraner, natürlicher, vor allem intensiver geworden. Von ihrer Spielweise hat sie sich eher der klassischen Musik zugewandt, ohne jedoch den Einflüssen von Rock, Pop und Folklore dabei aus dem Weg zu gehen.
(...) Die Melodien ihrer Eigenkompositionen ... erlangen dadurch mehr Ausdruckstiefe und sprechen die Emotionen des Zuhörers auf direktem Wege an.
(...) Ganz vorzüglich, wie die Musiker "La Follia" von Arcangelo Corelli intonieren, viel Gefühl beim Einsatz von Schlagzeugrhythmus und dezenter Bassbegleitung zeigten, während Anna Katharina ihre Geige mit großer Virtuosität im klassischen stil strich.
(...) Ein vielversprechendes Projekt mit Zukunft.
05.08.2008, Martina Borgschulze, rtv
Ihre Karriere begann mit einem dreisten Diebstahl: Anna Katharina Kränzlein war zarte vier, als sie ihrer Schwester die Flötennoten mopste.
Der Fall von Jugendkriminalität hatte weitreichende Folgen - heute ist Anna Geigerin bei "Schandmaul", einer der erfolgreichsten Folk-Rock-Bands Deutschlands, blickt auf acht Siege bei "Jugend musiziert" zurück, ist seit März Diplomgeigerin und hat obendrein unlängst ihre erste Solo-CD auf den Markt gebracht.
"Neuland" heißt die Scheibe - obwohl die 26-Jährige mit Stücken von Bizet bis Saint-Saën keineswegs musikalisches Neuland betritt. Denn auch wenn sie mit den "Schandmäulern" seit zehn Jahren Festival-Bühnen und Clubs rockt, so gehört ihre Liebe eben auch der klassischen Musik.
Mit "Neuland" verbindet Anna Katharina Kränzlein elegant ihre zwei musikalischen Welten und beweist: Die ist nicht nur bildhübsch und talentiert, die hat auch Mut. Und dass Anna darüber hinaus auch noch ungemein sympathisch ist, durften wir bei etlichen Konzerten selbst erleben. rtv.de stand sie Rede und Antwort zu alten Träumen und neuen Plänen:
Ist Musik für dich Beruf oder Berufung?
Ganz klar Berufung. Ich wusste bereits mit zwölf Jahren, dass ich Geige studieren will, und die Musik steht in meinem Leben ganz klar an erster Stelle.
Du hast mit sechs Jahren das erste Mal bei "Jugend musiziert" teilgenommen, damals noch mit der Flöte. Mit acht Jahren hast du nach eigenen Angaben "die Geige entdeckt". Wie wichtig ist es deiner Meinung nach für ein Kind, ein Instrument zu lernen?
Allgemein gesprochen lernen Kinder durch ein Instrument Durchhaltevermögen, sich in eine Gruppe einzuordnen, Erfolg und Misserfolg, und vor allem - das ist schwer in Worte zu fassen - gibt es eine Art therapeutische Wirkung, Musik die einen erfüllt. Bei mir war das so, dass ich in "Krisenzeiten", also wenn ich Stress mit meinen Eltern hatte, oder Liebeskummer oder sonst etwas, mir immer die Geige geschnappt und stundenlang gespielt habe.
Seit zehn Jahren spielst du die erste Geige bei "Schandmaul". Verlernt man beim Rocken nicht das filigrane Geigenspiel?
Oh doch! Auf der Bühne verschlamp ich mir meine Technik gehörig, das ganze Rumgehüpfe und Getanze ist zum richtig klassischen Spielen nicht so förderlich. Daher ist es besonders wichtig, dass ich auf Tour mindestens zwei Stunden ganz konzentriert übe und an meiner Technik feile.
Auf "Neuland" wirst du von Matthias am Bass begleitet, Thomas (Lindner, Sänger von "Schandmaul", Anm. der Red.) war an der Produktion beteiligt. Wie aber haben deine Band-Kollegen zunächst auf deine Solo-Pläne reagiert?
Ich bin ja die letzte von uns, die eine Solo-CD rausgebracht hat, also war das kein Problem. Allerdings wird es jetzt wohl schwieriger werden, da ich mit Micha (Bass) und Specki T.D. (Schlgzg./Percussion) von der "Letzten Instanz" meine Band für Anna Katharina gefunden habe und wir auch viel live spielen wollen. Das ist einfach meine Musik, und die will ich auch weiterhin auf die Bühne bringen. Aber das wird schon zweigleisig funktionieren, da heißt's einfach gut organisieren.
Wie hast du die Stücke für "Neuland" ausgewählt? Und hast du die vier eigenen Kompositionen eigens für die CD geschrieben - oder lagen die schon länger in deiner Schublade?
Die klassischen Stücke begleiten mich alle schon lange und gehören allesamt zu meinen Lieblingsstücken. Wie der "Czardas", den hab ich das erste Mal mit zwölf gespielt und seitdem hab ich ihn auf diversen Geburtstagsfeiern, Partys, Abi-Feiern, usw. immer wieder ausgepackt. Die selbst komponierten Stücke hab ich für die CD geschrieben.
Wann und wie komponierst du?
Das funktioniert ja leider noch nicht auf Knopfdruck. Schwer zu sagen, es überkommt mich praktisch und dann schnell ein Schmierzettel und 'nen Stift zur Hand und alles festhalten. Mit so einer Idee geh ich dann in unser Studio und nehme alles einmal provisorisch auf. Dann schick ich die Sachen an Micha und Specki und bis zur Probe überlegen die sich was dazu.
Gibt's einen Lieblingskomponisten?
Oh das wechselt bei mir, je nachdem was ich gerade besonders gerne spiele. Aber vor Bach hab ich schon sehr großen Respekt, da versuch ich mich gerade an der "Chiaconne", eines der schwersten Stücke für Geige - wie kann man nur auf so etwas kommen ?
Du hättest die klassischen Stücke wie "La Follia" ja auch "pur" spielen können. Warum hast du dich für eine Neubearbeitung entschieden?
Mir ist es wichtig die Klassik zu entstauben und zum Grooven zu bringen. Das Schöne ist ja, dass ich in zwei Welten Musik mache. Bei Schandmaul ist Party pur und die Leute gehen richtig ab oder singen aus ganzem Herzen mit. Und in der Klassik, finde ich, gab's eben schon die allerschönsten Melodien und Harmonien, und ich will, dass sich wieder mehr Leute dafür begeistern, auch gerade jüngere Menschen...
Was bedeutet es für dich, eine eigene CD in Händen halten zu können? Wird die noch stolz an die Familie verteilt - oder geht man nach zehn Jahren "Schandmaul" ganz locker mit solchen Erfolgen um?
Da bin und war ich schon unglaublich stolz, schließlich ist das ja mein Baby, also eben was 'rauskommt wenn ich alleine meine Musik mache. Das macht einen natürlich auch angreifbarer und verletzlicher... Und ich weiß, dass ich das unbedingt weitermachen werde, im Februar nehmen wir die zweite CD auf, mit Günther Gebauer als Produzenten.
Was wünschst du dir für die Zukunft?
Ich würde auch gerne mal so richtig im Ausland Konzerte geben, in Frankreich, Spanien, Italien oder Japan und USA. Und ich bin oberglücklich, dass ich meinen Traum leben kann, und das ist auch mein größter Wunsch für die Zukunft: immer Musik machen zu können.
SZ; Stefan Brunner:
"Das groovt live wie die Hölle. Diese Arrrangements und diese Filigranität sind sehr beeindruckend. Es ist immer noch Klassik, aber sehr partytauglich."
Sonic Seducer April 2008, Bochum Christuskirche 25.2.08
Anna Kränzlein von Schandmaul präsentierte unter ihrem Namen Anna Katharina ihr erstes Solowerk „Neuland", bei dem sie eigene sowie klassische Lieder an der Geige und der Drehleier spielt. Sie wurde von Michael Ende und Specki von der Instanz am Bass und an den Drums unterstützt. Die klassische Musik in der passenden Atmosphäre der Kirche zog die Zuschauer sofort in ihren Bann und führte fast zwangsläufig zu tosendem Applaus nach dem ersten Lied. Die vorher sichtbare Anspannung fiel von Anna ab und zwischen den Liedern wurde der ein oder andere Spaß gemacht. Vor allem Specki an den Drums war prächtig aufgelegt und kommentierte die zum Teil hochanspruchsvolle Musik, mit verschiedenen Faxen hinter den Trommeln. Nach nur einer handvoll Liedern war der viel zu kurze Auftritt schon vorbei und die Zuschauer honorierten den gelungen Auftritt mit stehenden Ovationen.
Sebastian Huhn, Reflection of Darkness – a dark music webzine
...before the main act entered the stage it was time for Anna-Katharina to present her solo debut ion stage. You might know her as part of the band SCHANDMAUL, where she is also playing the violin.
Music
First of all it’s classic, but not that kind of music you might think of if you hear that word. The melodies are wonderfully played on a violin, a viola or even a symphonia. These wonderful melodies are accompanied just by drums and a bass guitar adding the rhythmical aspect to the music and giving the songs a touch of Jazz, Rock or Folk.
Performance
Supported by Michael Ende (Bass) and Specki T (Drums, Percussions) - both members of the LETZTE INSTANZ - Anna entered the stage to start her performance right away. No sign of nervousness. You could see that there was an absolute professional at work. As the music that was presented was overall instrumental you could focus your attention to the wonderful interaction of violin, bass guitar and drums. It was fascinating to see and hear how she generated multifarious sounds out of the instrument and even though there wasn’t that much movement on stage, there was always rhythm in play.
And while we are speaking of rhythm: At some point during the performance Specki T left his place at the to take a position at the front where he was playing a percussive instrument he was sitting on while Anna was playing on an old symphonia Anna casually grabbed the microphone to thank the audience for the thunderous applause following every time a track was finished or to talk a little bit to the audience.
Musikhalle Ludwigsburg, 27.02.2008
Ein Konzert der etwas anderen Art gab es am 27. Februar in der Musikhalle Ludwigsburg zu sehen. Letzte Instanz geben zu ihrem zehnjährigen Jubiläum die "Weiße Tour", ein Akustik-Set in gemütlichem Ambiente. Schon die Halle war ein Augenschmaus, der viel versprach. Mit Säulen, Empore und rotem Samtvorhang an den Rändern der Bühne wirkte alles edel und auch der bestuhlte Saal trug das Seine zum überaus vornehmen Ambiente bei. Einige der Gäste erschienen sogar in Abendgarderobe. Pünktlich um 20 Uhr gings dann los und Holly, der Sänger von Letzte Instanz, betrat - passend zur Tour - komplett in weiß gekleidet die Bühne, begrüßte das Publikum und kündigte die Vorband "Anna Katharina" an. Bei Anna Katharina handelt es sich um niemand geringeren als die Geigerin von Schandmaul mit ihrem Soloprojekt. Dabei unterstützen sie Micha und Specki T.D. und Letzte Instanz an Bass und Drums. Rein instrumental und - wer hätte es gedacht - mit viel Bedeutung auf der Geige, legten die drei Vollblutmusiker einen soliden Grundstein für den noch folgenden Abend. Auch die kleine Anekdote, dass sie bedenken hatte ausschließlich mit Jungs auf Tour zu gehen und dass eben diese Jungs laut ihres Vaters doch "ziemlich wild" aussehen, lockerte die Stimmung merklich. Und nach sechs Tagen Tour seien mittlerweile alle Bedenken vergessen, denn im Gegensatz zu den Schandmäulern, tragen die Jungs der Letzten Instanz auch ihre Koffer.
Zillo, April 2007
Anna Katharina Kränzlein, ihres Zeichens Geigerin bei Schandmaul, betritt mit dieser CD in der Tat "Neuland", denn auf ihrem Solo-Einstand hat die süddeutsche Musikerin sich ihre liebsten Perlen klassischer Musik herausgepickt du ihnen zusammen mit einigen Eigenkompositionen frischen Wind eingehaucht.
Denn statt die Zuhörer mit der üblichen klassischen Instrumentierung in Sicherheit zu wiegen, wird hier mit der rhythmischen Kraft von Bass und Schlagzeug der klassische Part von Violine, Viola und Drehleier, gekonnt akzentuiert und so eben jenes "Neuland" betreten. Und dafür sorgen mit Drumlegende Curt Cress und Schandmaul-Bassist Matthias Richter nicht irgendwelche Musiker, sondern wahre Meister ihres Fachs. So bleibt es auch nicht bei rein klassischer Musik, denn ein jüdischer Tanz, ein mittelalterlicher Kreistanz, ein Tango und ein türkisches Hochzeitslied stehen hier neben Klassikern von Vittorio Monti, Georges Bizet, Camille Saint-Saens, Christoph Willibald Gluck und Arcangelo Corelli. So ist "Neuland" ein meist instrumentales Album voller Abwechslung, Lebensfreude und auch etwas Melancholie, das Anna Katharina ganz sicher neue Hörer erreichen lassen wird.
DIABOLO-Wochenzeitung, Oldenburg, Mai 2007
Neuland ist vielleicht nicht der erste Versuch, der Klassik ein zeitgemäßes Outfit überzustreifen, aber ein gelungener.
Heavy oder Was, Mai 2007
Definitiv metallfrei, könnte einen jedoch vielleicht mit den Eltern am Kaffeetisch aussöhnen. 10 Punkte.
Junger Soldat, Mai 2007
Anna Katharina Kränzlein hat das Schandmaul-Korsett abgelegt. Neben poppigen Neuinterpretationen fünf klassischer Stücke von Komponisten wie Monti, Saint-Saens und Gluck stehen vier Eigenkompositionen, die sich zu einem harmonischen Ganzen fügen. Anna Katharina spielt Violine, Viola, Drehleier und singt einen der Hits (‚Habanera’) aus Bizets Oper ‚Carmen’. Gar nicht mal schlecht, allerdings dem Titel gemäß, zu entdeckendes ‚Neuland’. Die offenen Ohren der Schandmaul-Gemeinde dürften ihr sicher sein. Auch wer dieser band nicht zuneigt, sollte diesem überwiegend instrumentalen (Geige, Bass, Schlagzeug) Soloalbum Gehör schenken. Poppig-eingängige Träumereien.
Legacy, Mai 2007
Anna Katharina Kränzlein lebt ihre Vorliebe für Klassik hier auf ungewöhnliche Weise aus. Statt nämlich alte Klassiker zum x-ten Mal in den gewohnten Arrangements auf die selbe Weise feilzubieten, wollte sich Anna Katharina die Stagnation und den drohenden Untergang ihrer geliebten Klassik nicht länger mit ansehen und versuchte dieser Stilistik neue Impulse zu geben. Alles in allem eine sehr angenehm zu hörende Angelegenheit, eingespielt von exzellenten Musikern, die für die verschiedensten Hörerschichten interessant sein dürfte, so dass nicht nur Schandmaul-Fans beherzt zugreifen können, sondern auch deren Klassik-liebende Eltern- und Großeltern-Generation.
Schädelspalter, Hannover, Mai 2007
Das musikalische Herz von Anna Katharina Kränzlein hat zwei Kammern. In der einen wohnt die Klassik. In der anderen tobt der Rock. Dazwischen hat die Geigerin eine Tür entdeckt.
Sonic Seducer, Mai 2007
Anna Katharina Kränzlein hat die Titel ihres klassischen Soloalbums mit einer eigenen Note versehen und dies sorgt dafür, dass ihr Erstlingswerk kein verstaubter Ritt in die Vergangenheit wird. Besonders erwähnenswert sind das knapp zehnminütige "Inroduction Et Rondo Capricioso. op 28" und das finale Stück "la Folia" mit immerhin acht Minuten. Beide strotzen nur so vor klassischer Dramatik, welche man sonst nur aus Theaterstücken kennt.
Fürstenfeldbrucker SZ, April 2007
Die Geige hat eine sehr menschliche Stimme. Das wirkt nicht einmal verwunderlich, denn im Spiel sieht es so aus, als ob sie ein Teil des menschlichen Körpers würde – zumindest, wenn Anna Katharina Kränzlein sie spielt. Die 26-jährige Fürstenfeldbruckerin ist hochgewachsen, sie hat schlanke Arme und Finger die flatterhaft und schnell wie Kolibriflügel den Geigenhals streicheln, während Anna Katharina sich eigenartig steif zu der Geigenstimme wiegt. Sie liebt ihre Geige...
Anna Katharina ist die Geigerin der erfolgreichen Gröbenzeller Band Schandmaul, mit deren Folk-Rock "Neuland" allerdings recht wenig zu tun hat- Klassik und Pop sollen zusammenfinden in den Geigenstücken auf ihrem Album. Mit dem Soloprojekt hat sie sich einen lang gehegten Traum erfüllt. "Ich habe zwei große Lieben in der Musik", sagt Anna und meint damit ihre Band Schandmaul – und die Klassik. Mit Klassik ist sie aufgewachsen, da liegt ihre musikalische Heimat
Sie ist erwachsen geworden mit der Musik: Puchheimer Jugend-Kammer-Orchester, bayerisches Landesjugendorchester, Preise bei "Jugend musiziert" –dann schließlich Schandmaul. Und Anna hat gerade ihr Geigenstudium mit einem Diplom abgeschlossen. Zwei der Stücke ihres Albums hat sie für ihre Diplomprüfung klassisch gespielt – auf dem Album sind sie neu bearbeitet in einer Art Popversion zu hören...
Unklar ist für Anna noch, welche Menschen ihre CD hören werden, ob sich Schandmaulfans dafür begeistern können oder Charts-Hörer oder Klassikfreunde? Vielleicht auch alle? "Das wird sehr interessant zu sehen sein", sagt Anna Katharina Kränzlein und lächelt entspannt. Hauptsache die CD ist erschienen. Geige spielen wird sie so oder so. Schließlich liebt sie die Geige.
Münchner Merkur, April 2007
Mit der gelungenen Mischung aus selbst komponierten Stücken und adaptierten Klassikern stellt Anna Katharina sowohl Schandmaul-Erprobte Rockfans als auch Chopin-Gewöhnte Klassikfetischisten mehr als nur zufrieden. Die Idee, ein Album abseits der erprobten Folk-Rock-Hemisphäre aufzunehmen, hat die inzwischen diplomierte Musikerin schon lange. Konkret wurde der Plan, als sie auf Reggie Worthy, den Bassisten des Liedermachers Stefan Stoppok traf. "Er reichte mir nach einem unserer Konzerte die Noten zu Camille Saint-Seans Intoduction et Rondo capricioso in den Bus", erzählt Anna Kränzlein. Das Stück kannte sie seit ihrer Kindheit und wusste um dessen Schwierigkeit. "Und der spielt das auf dem E-Bass."
...Neu arrangiert und mit verspielten Variationen klingt das Stück auf ‚Neuland’ frisch, jung und – bei Klassik besonders bemerkenswert – es geht in die Beine. So geht es dem Zuhörer bei der ganzen CD. Um im Rockduktus zu bleiben: Die Scheibe knallt rein.
SZ Münchner Kultur, Mai 2007
"...Vier Kompositionen auf dem Album stammen von Anna Katharina selbst. In jeder klingt ein Hang zum romantischen Mittelalter an, ein Sehnen nach einer verträumten Welt. Ihnen wohnt eine Ursprünglichkeit, eine Melancholie inne..."